10 Tips für angehende oder wechselwillige Pächter
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1. Über den Erfolg einer Tankstelle entscheiden hauptsächlich Standort, Potential, Wettbewerbsumfeld und vor diesen Hintergründen die Betriebsstruktur und die daraus resultierende Wettbewerbsfähigkeit.

2. Konditionen, die überwiegend von den Konzernen bestimmt werden und Öffnungszeiten haben den größten Einfluß auf die Gewinne. Geschäftspläne sollten diesbezüglich einer eingehenden Plausibilitätsprüfung unterzogen werden. Verlassen Sie sich niemals auf Vergangenheitswerte.

3. Geschäftspotentiale lassen sich zuverlässig immer an nur an zukünftigen Entwicklungen festmachen.

4. Nicht nur auf scheinbar plausible Gewinnaussichten von Mögs (Mög = Mineralöl-gesellschaft) verlassen. Sicherheit gibt ihnen ein unabhängiges Gutachten.

5. EKW-Steuerberater wollen Mandate behalten oder neu akquirieren. Rentabilitätsprognosen von unabhängigen Experten prüfen lassen.

6. Sollte eine Mög unsichere Zahlen einräumen, und sich schriftlich bestätigen lassen wollen, darauf hingewiesen zu haben - Hände weg. Mögliche Schadenersatz-Ansprüche sind von vornherein verwirkt.

7. Sollte eine Mög vor Vertragsunterzeichnung keine verbindlichen schriftlichen Prognosen abgeben wollen, verzichten Sie. Vorsicht Totalverlust.

8. Gleiches gilt, wenn nur Beispiele oder Durchschnittswerte aus dem Netz genannt werden. Daraus lassen sich keine Schadenersatz-Ansprüche ableiten.

9. Mögs, die für sich in Anspruch nehmen, seriös zu beraten, führen, bevor sie Anbahnungsgespräche vertiefen, sorgfältige Bruttogewinn-Bedarfsrechnungen durch.

10. In seriösen, gerichtsverwertbaren Prognosen wird die Tankstelle konkret bezeichnet. Prognosezeitraum, Warengruppen, Sortimentsanteile und kalkulierte Bruttoverdienste einzeln und kumuliert ausgewiesen, Kostenarten einzeln eingestellt und Gewinne konkret ermittelt.